Saturday, 30 June 2007

Geben und Nehmen...

Geben und Nehmen ist in Nepal ein Grundprinzip. Jeder ist des anderen Freund und die Menschen helfen sich gegenseitig zu jeder zeit. Als Weisse wird man zwar von allen beobachtet, dafuer bekommt man aber auch sehr viel Hilfe angeboten. Ehrlichgesagt, ist es als Westlicher manchmal schwierig, sich dieser Hilfe hinzugeben da man das Leben als Individuum gewoehnt ist. Zum Beispiel wurde ich von einem nepalesischen Freund (Bidur) gefragt, mir die Mutter seines Freundes anzuschauen da sie unter Rheuma leidet. Ich habe ihr warme umschlaege an den gelenken gegeben und ihr ein paar atemuebungen gezeigt um die schmerzen zu bewaeltigen. Anschliessend wurde ein riessen mittagessen fuer mich aufgetischt. Mit allem drum und dran: Reis, Linsen, Kartoffeln, Pute ... und ich hatte eigentlich gar keinen hunger, da ich vom fruehstueck noch so voll war. Ne Absage wird hier aber nicht angenommen und es ist tradition einem besuch essen zu kochen. Am liebsten haetten sie mich gar nicht mehr gehen lassen, haetten mir sogar ein zimmer in ihrem haus angeboten und fuer die naechsten 3 monate fuer mich gekocht.

Die Arbeit mit den Kindern ist unglaublich aufregend. Die Kinder leiden unter allen moeglichen Behinderungen und benoetigen Hilfe um mit diesen Behinderungen zu leben. Mit viel Geduld versuchen wir, die Kinder und ihre Muetter auf taegliche Funktionen einzustellen.
Mir wurde die Moeglichkeit gegeben fuer unbestimmte Zeit in die Berge Nepals zu reisen, um dort arme Familien mit behinderten Kindern zu besuchen. Teilweise ist man 3-4 stunden unterwegs um ihre haeuser zu erreichen und ich bin schon sehr gespannt wie das leben in den Bergen ist. Man kann sich die Umstaende wohl schlecht vorstellen und ich hoffe, dass unsere Besuche ein kleines bisschen helfen koennen.

Zuvor gehts aber erstmal ins Kloster. 2 Wochen meditieren...

Bilder kommen bestimmt bald!

Namaste,
eure Babs

Tuesday, 26 June 2007

Zwischen Heiterkeit und Bedruecktheit

Mein fuenfter tag in Kathmandu, zwischen Heiterkeit und Bedruecktheit. Ich bin vielleicht noch ein bisschen vom Jet-leg geplagt, das Anpassen and ein Land so fern und fremd von unserer Zivilisation ist jedoch auch ein kleines Hinderniss ueber das man erst mal hinwegkommen muss.
Die ganze stadt ist voll von Abgasen und man hat das Gefuehl als haette man einen Kloss im Hals stecken. Es ist unbeschreiblich, wie es auf diesen strassen zugeht. Tausende von Taxis, Motorraeder (teilweise sogar mit mama und baby aufm ruecksitz; ohne helm) und vereinzelt fahrraeder - die sich in engstem raume aneinander vorbeischlaengeln. gestern wurde mir gesagt, dass man mindestens 5 stunden warten muss um aufzutanken, wobei man dann auch nur 5 - 7 liter benzin bekommt. lol ... Die geduld der Nepali moecht man haben! So sitz ich also im Taxi, das mich innerhalb 15 minuten zum buero meiner organisation bringt. 15 kilometer fuer grad mal 80 cent ... da wuerd ich ja von amsterdam bis grad mal vor meine muelltonne kommen. Auf dem weg dorthin sehen meine augen kuehe auf den strassen, die jeder mit vorsicht umfaehrt, da sie als heilig angesehen werden ... ich sehe viele menschen die auf ihrem weg in die arbeit troten, gemuese und obst verkaufen, frauen in wunderschoenen gewaendern, maenner mit utz langen baerten - am strassenrand hockend und meditierend ... ich sehe die armsten menschen, die am strassenrand ihre maiskolben anbieten, sich mit einem kleinen lachen die guete anderer menschen erhoffen. Meine Augen sehn so viel und zugegeben, sind sie schon ein bisschen muede und brauchen ein bisschen zeit um alles zu verarbeiten.
Ich habe in der naehe meines guesthouses eine kleine "filialle" meines zukuenftigen klosters gefunden, wo ich morgens um 6.30 meditieren kann. Es ist wohltuend sich dem tumult des alltags zu entziehn und seinem geist ein wenig ruhe verschaffen kann.
Ausserdem befindet sich mein Centre ausserhalb Kathmandus wo es unglaublich friedlich und schoen ist. Inmitten von Reisfeldern und Maisfeldern befindet sich das centre. es ist nicht zu ahnen, dass es sich in Nepal befindet, da es durch hollaendische und deutsche stiftungen zu einem kleinen paradies fuer die kinder erbaut wurde. die kinder sind wunderbar ... bekommen sehr viel zuneigung von den therapeuten und werden mit aller liebe versorgt. Ein Paradies so ganz versteckt und heimlich...

Ich bin beeindruckt, weiss, dass es eine einmalige erfahrung sein wird.
wohl am meisten wird mich die freundlichkeit und herzlichkeit der menschen ins leben begleiten.

hui hui hui... so ist das hier. Und ich bin fleissig am lachen ... faellt einem nicht schwer, wenn alle andren auch so viel lachen!

Ich drueck euch alle von Herzen und hoff bald was von euch zu hoeren.
Grossen Kuss an meine familie!
eure barbara

Saturday, 23 June 2007

First expressions...

Endlich in Nepal! ...und die worte fehlen mir um zu beschreiben, was ich fuehle. Es sind so viele neue Eindruecke, alles ist anderst ... als ob man in eine andere Welt eintauchen wuerde.
Ich wohne in einem kleinen versteckten guesthouse in kathmandu, direkt neben thamel - dem touristenviertel. Die strassen sind super klein, an allen ecken sind minilaeden, hupende autos, raeder, farben, ... und man weiss gar nicht wohin man zuerst schauen soll.
Heute gings auch gleich zum monkey tempel, wo man wie der name schon sagt einigen affen ueber den weg laeuft.

Auf den Regen warte ich noch ... momentan ists strahlend schoen.

Liebe Gruesse an alle!
Eure Babs

Thursday, 21 June 2007

Off to Nepal!


...die letzten Stunden in Amsterdam laufen ab. Ich bin noch gut beschäftigt, um zu packen, mein zimmer zu putzen und kleine dinge zu erledigen.
Leider waren die letzten Tage ganz schön dick, und ich hatte keine Zeit nochmal einen kleinen Rundruf zu starten um mich zu verabschieden.
Aber: Nepal ist ja nicht aus der Welt.

Sehr schade natürlich, dass ich besondere Tage nicht bei euch sein kann! Dafür feier ich in Gedanken ganz fest mit dir mit, Moni und beim gebären, Tinderl, steh ich dir tatkräfig zur seite und hilf dir gern beim atmen.

Ich bin für 2 Woche wohl nicht erreichbar, da ich im Kloster sein werde. Vom 5.juli - 14. juli. Deswegen nicht böse sein, wenn ich nicht antworten werde oder sowas.

Na, ich drück euch alle feste und schick euch dann auch fruchtbarsten REGEN aus Nepal. (Monsoon)

Eure Babs

Sunday, 3 June 2007

Vom Karneval zur Hochzeitsparty

Der Karneval der Kulturen in Berlin ruft mich jetzt schon für's nächste Jahr. 4 Tage Capoeira Workshop mit Teilnahme am Straßenkarneval war einfach gigantisch. Unsere Füße waren geplagt von Blasen und die erste Hälfte des Umzugs mussten wir in strömendem Regen verbringen ... aber wir ließen uns die Freude nicht vertreiben.
Deswegen: nächstes Jahr sind wir wieder am Start.

Sunny's und Ronnie's Hochzeit in Amsterdam füllte mein momentanes Wochenendprogramm. Mal eine ganz andere Hochzeit mit Life DJ und crazy Outfits. Ja, ja ... da wird's einem nach dem Karneval nicht langweilig.

Und jetzt freu ich mich auf meine Mama! Dauert nicht mehr lang, bis sie hier ist.