Tuesday, 11 September 2007

Nepal's Kinder im Nebel

...weitab und versteckt leben Nepal's Dorffamilien in den Bergen. Der einzige Bus fuehrt in ein kleines Hauptoertchen, wo Elly und ich in einem kleinem Gaestehaus mit Stromversorgung leben.
Fuer 2 Wochen hat mir meine Organisation angeboten, in eines der Außenbezirke Nepal's zu gehen, um dort behinderte Kinder in ihren Doerfern zu behandeln.

Jeden Tag waren wir von frueh bis spaet abends zu Fuß unterwegs, ueber Stock und Stein, an Reisfeldern vorbei, an Wasserfaellen vorbei ... um nach einigen Stunden Fußmarsch (oftmal 3 -4 Stunden Hinweg) bei den Familien anzukommen. (Transportmoeglichkeiten in diesen Teilen Nepal's gibts leider nicht ... alles muss zu Fuß gemeistert werden)
Das Leben dort ist wie vor 80 Jahren: in einem kleinem Lehmhaus, das aus einem oder zwei Zimmern besteht, leben die Familien inmitten ihrer Maisernte. Viele schlafen auf ihren Bambusmatten auf dem Boden, manchmal kann man ein einfaches Holzbett mit einer Strohmatte erblicken. Als Kochmoeglichkeit wird in jeden Haushalt eine Feuerstelle benuetzt, weswegen alle Haeser von innen pechschwarz sind. Ein JAWOHL auf die Lunge!

Egal wo Elly, ich und Jeevan (unsere Kontaktperson) auftauchen, scharen sich die Dorfbewohner und vor allem die Kinder sich um uns. Freudig werden wir ueberall begruesst und mit neugierigen Blicken verfolgt.
Je nach Zeit besuchen wir 4 - 8 Kinder pro Tag. Die Verhaeltnisse sind meistens sehr schlecht und es gibt keine Medizin, weder andere Hilfsmaßnahmen, die den Kindern ihr Leben erleichtern koennten. Oftmals muessen die Eltern den ganzen Tag auf dem Feld arbeiten, weswegen viele behinderte Kinder zu Hause auf einer Matte zurueckgelassen werden.

Mina (oben), zum Beispiel, leidet an einer cerebralen Paresis (Quadriplegia) und konnte deswegen noch nie in ihrem Leben zum Sitzen gebracht werden. Nach 30 Minuten Behandlung konnten wir sie zum ersten Mal einigermaßen aufrichten.

Bei diesem Kind handelt es sich um eine cerebrale Paresis die sich in einer verminderten Aktivitaet vor allem des Muskelapparates und jeglicher anderer Funktion praesentierte. Die Großmutter haelt den Kleinen behuetsam und geborgen in ihren Haenden und hofft auf eine schnelle Besserung.

Zwischendurch genießen wir den Ausblick ueber die Wolken. Weit weg vom Stadtgeschehen eroeffnet sich ein kleines Paradies vor in dem wir uns ein paar Minuetchen zum Verschnaufen goennen.
In windeseile fuellt sich bei jedem Krankenbesuch das Haus und vor allem die Kinder lauschen aufmerksam unserer fremden Sprache und betrachten neugierig das Geschehen vor ihren Augen. Meine treue Begleiterin, Elly.
Eine Kinderschar die uns auf unserem Weg durch die Doerfer mit einem freudigen "NAMASTE" begruesst.
Viele male werden behinderte Kinder in Nepal direkt ins Dorfgeschehen miteinbezogen. Trotz aermlicher und schwieriger Lebensumstaende kann dieser kleine Junge mit Down-Syndrom das einfache Leben mit seinen Spielgefaehrten genießen.

Auf einem unsere Zwischenstopps fuer eine Tasse 'Chia' werden wir ausfuehrlich von allen beobachtet.
Diese zwei Geschwister leiden beide an einer psychischen Krankheit. Die Akzeptanz der Eltern ist in solchen Faellen sehr widerstrebend und es ist eine Herausfoerderung den Eltern die Realitaet naeher zu bringen.
Nepal's stolze Frauen: Perlenketten, Ohrringe, Nasenringe und als Kleidung sind sie in ihre Sari's gehuellt. Mein ganzer Respekt galt diesen Frauen, da sie die ganze Zeit am schufften sind, sich um die Kinder kuemmern muessen ... und trotz alledem eine wunderbare Ausstrahlung haben.

1 comment:

Anonymous said...

hello Babs, this is what Nepal is, not the big city Kathmandu with the shops and the cars, but in the mountains, far away from the city, this is Nepal!! are you also working with Gunther and Claudia? a doctor from Germany with his wife, who are now in Nepal at the moment. Till when do you stay in Nepal?